Test Schlagkartei top farmplan: Profi 10/2018

einfachste AckerschlagkarteiSo geht einfach!

Vor Jahren stritten sich Softwarefirmen aus Berlin darüber, wer die einfache Ackerschlagkartei hat. Diesen Zwist können Sie getrost beilegen, denn der Preis geht jetzt klar nach Münster an top farmplan. Mehr dazu im folgenden Bericht.

Von einem Zyklus zu sprechen, wäre gewagt. Doch nach sehr ruhigen Jahren ist das Angebot an Ackerschlagkarteien wieder rie­sengroß, und kaum jemand durchblickt die Fülle und die Vielfalt. Wer wie top farmplan unter diesen Vorzeichen als Neueinsteiger erfolgreich sein will, braucht schon etwas Besonderes. Die Macher der neuen Schlag­kartei versuchen es nun mit der Beschrän­kung auf das Wesentliche.

 

Wie alle neuen Managementsysteme läuft die Ackerschlagkartei von top farmplan im Internet.

Zusammen mit den anderen Modulen von top farmplan ist die Schlagkartei in einer dreimonatigen Testphase kostenfrei. Danach ist eine Gebühr von knapp zehn Euro pro Monat (plus MwSt.) fällig. Wer allein die Schlagkar­tei nutzen möchte, findet andere Pro­gramme mit einem besseren Preis-Leis­tungs-Verhältnis. Doch stehen Ihnen mit top farmplan gleichzeitig viele weitere Funkti­onen auf dem Weg zum papierlosen Büro zur Verfügung. Dies sind ein Bestandsmodul für Rinder, ein Dokumentenmanagement­system, ein E-Mail-Postfach und eine Kon­taktverwaltung.

Mit der E-Mail-Adresse und einem selbst gewählten Passwort loggt man sich im Sys­tem ein. Die Schlagkartei wird am linken Bildschirmrand aufgerufen. Über „Neuen Ackerschlag anlegen“ öffnet sich ein Blatt, und Sie können den Namen, die Größe die Nummer und weitere Merkmale eingeben. Während alle Wettbewerber, selbst die kostenlosen, eine Importfunktion für die Schlagdaten aus den Antragsprogram­men haben, bietet top farmplan dies noch nicht an. Für Nordrhein-Westfalen ist der Import in Arbeit, die weiteren Bundesländer sollen folgen. Bei anderen Schlagkarteien dauert das Anlegen des Betriebs meist nur wenige Minuten. Doch bevor Sie in den Pro­grammen auch nur eine Maßnahme erfas­sen können, braucht es teils viel Zeit, um weitere Daten wie die Früchte und Sorten einzugeben.

 

Minimum an Daten

top farmplan gibt sich dagegen mit einem Minimum an Grunddaten zufrieden. Zudem ist das Programm sehr übersichtlich und ein­fach zu bedienen, so dass das Anlegen eines Schlages flink von der Hand geht. Auch mit einem langsamen Internetanschluss ist top farmplan fast so schnell wie ein PC-Pro­gramm. Eine Online-Hilfe hat die Schlagkar­tei nicht, wohl aber gibt es ein Handbuch, das man sich im freien Bereich von topfarm­plan.de unter Anleitungen herunterladen kann.

Fairerweise sollten wir nicht verschweigen, was die Ackerschlagkartei von top farmplan nicht hat und kann. So fehlt die grafische Darstellung der Schlagumrisse im Luftbild, wie sie bei den meisten Internetschlagkar­teien inzwischen zum Standard gehört. Mit­arbeiter, Maschinen und Arbeitsgänge sind außen vor. Zentrale Listen für Früchte, Sor­ten, Mittel, Dünger und Erntegut sucht man in top farmplan vergeblich. Diese sind aber in der Planung. Eine Auftrags- und Dünge­planung sowie eine Erfassung von Preisen und Erlösen hat das Programm ebenfalls nicht.

Kurzum: Die Ackerschlagkartei von top farmplan beschränkt sich auf die Grund­funktionen der Dokumentation. Dies ist die CC-konforme Aufzeichnung von Aussaat, Düngung und Pflanzenschutz. Hinzu kom­men die Erfassung der Erntemengen als Haupt- und Nebenleistung sowie eine einfa­che Lagerverwaltung. Der Pflanzenbau wird noch durch die Bodenprobeergebnisse ergänzt.

Die gängigsten Früchte und Dünger sind im System hinterlegt und können als Eingabe­vorschlag übernommen werden. Eigene Dünger, Wirtschaftsdünger und Mittel kann man beim Anlegen eines Schlages, eines neuen Jahres oder beim Buchen einer Maß­nahme nachtragen, diese fügen sich in die Vorschlagslisten ein. Nach Sorten fragt top farmplan übrigens gar nicht.

 

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Für jeden Schlag gibt es ein Blatt, in dem sich die Punkte

  • Stammdaten,
  • Fruchtfolge,
  • Maßnahmen,
  • Ertrag und
  • Bodenversorgung

Anders als in den meisten anderen Schlagkarteien arbeiten und buchen Sie nicht in einem ausgewählten Erntejahr bezo­gen auf den ganzen Betrieb. Stattdessen führen Sie für jeden einzelnen Schlag einen Jahreswechsel durch und geben in dem Zuge die jeweils nächste Hauptfrucht ein. Die vorige Hauptfrucht wird dann entspre­chend zur Vorfrucht. Das Erfassen von Maßnahmen geht dank intelligenter Ausfüllhilfen flink von der Hand. Während das Programm immer auf der Auswahl des Verantwortlichen für den Pflanzenschutz beharrt, verfügt die Indika­tion über keine Vorschlagsfunktion. Das sollte noch verbessert werden.

 

Ein Highlight ist die Filterfunktion für die Schlagliste.

Mit dem Klick auf ein eher unscheinbares Symbol oben rechts im Bild­schirm öffnen sich neun Auswahlfelder. Mit diesen lässt sich die Schlagliste auf das gesuchte Merkmal, z. B. „Wintergerste“ reduzieren. Auch sind mehrere Filter nach­einander setzbar. Ebenfalls clever gelöst sind die Sammelbu­chungen. Dazu setzt man Häkchen in der Schlagliste und klickt anschließend im obe­ren Bereich auf Aussaat, Düngung, Pflan­zenschutz oder Ernte. Dann öffnen sich eine Erfassungsmaske und darunter die ausge­wählten Schläge. Weil diese Vorgehensweise so einfach ist, haben wir die kombinierte Eingabe von Düngern und Pflanzenschutz­mitteln nicht vermisst, ebenso wenig, dass Tankmischungen nicht gemeinsam in einer Maske eingegeben werden können.

Die jeweilige pdf-Datei wird zunächst im Aktenschrank von top farmplan in einem Ordner seiner Wahl gespeichert. Entweder kann man ihn von dort direkt drucken oder auf die Festplatte laden. Im Sinne des papierlosen, digitalen Hofbüros können Sie sich den Ausdruck auch sparen. Denn bei top farmplan geht dank der hohen Sicher­heitsstandards nichts verloren.

 

Sinnbildlich für die Beschränkung auf das Wesentliche

sind die Auswertungen in der Schlagkartei von top farmplan. Lis­ten, Vergleiche oder Tabellen gibt es nicht. Stattdessen kann man mit der Schaltfläche „PDF exportieren“ pro Schlag eine Kartei­karte erzeugen, die alle relevanten Daten und Maßnahmen eines Anbaujahres über­sichtlich anzeigt.

  • Verbesserungsfähig ist auch die Auswahl der Einheiten kg/ha oder m3/ha bei den Düngern und kg/ha oder l/ha bei den Pflan­zenschutzmitteln. Diese sind nicht an die Dünger bzw. Mittel geknüpft, und dadurch stehen manchmal falsche Einheiten in der Kartei. Diese lassen sich aber sehr schnell und einfach korrigieren. Insofern ist es wich­tig und im Prinzip ja auch richtig, dass man beim Buchen von Mengen immer mitdenkt.
  • Das ist eine sehr praktische Lösung gerade in der Übergangszeit zwischen der Ernte und dem Beginn der folgenden Bestellung. Sicherheitsfunktionen, die z. B. verhindern, dass Sie ein Rapsherbizid im Getreide buchen, hat das Programm nicht. Doch wird das gerade ausgewählte Erntejahr immer groß und deutlich angezeigt.
  • Das Sympathischste an diesem neuen Pro­gramm ist, dass man an keiner Stelle das Gefühl hat, es nicht mehr zu durchblicken. Die Oberflächen sind schlicht und unspek­takulär, die Masken nicht überfrachtet. Schön ist, dass man in der Schlagübersicht mit einem Klick auf die Spaltenköpfe nach beliebigen Eigenschaften wie Namen, Nummern oder Frucht sortieren kann.
  • aufklappen lassen. Es gibt keine Unterme­nüs oder Quersprünge im Programm. Die Stammdaten beziehen sich ausschließlich auf den Schlag. Hier können Sie die Größe, den Namen, ob Acker- oder Grünland sowie Bewirtschaftungsauflagen erfassen. Gut ist die Differenzierung zwischen Acker und Grünland, bei dem die wichtigsten Felder für den Ertrag bereits hinterlegt sind. Für die Düngebedarfsermittlung ist auch der Roh­proteingehalt in der TM erfassbar.

Fazit:

Die Ackerschlagkartei von top farm­plan beschränkt sich auf das Wesentliche der Dokumentation. Sie ist sehr einfach zu bedienen. Zusammen mit den anderen Funk­tionen des Managementportals kostet sie zehn Euro im Monat (plus MwSt.). Besonders Neueinsteiger und jene, die von der Kom­plexität großer Schlagkarteien schon einmal erschlagen wurden, werden ihre Freude an diesem Programm haben.Um die Daten aus der Schlagkartei für die Düngeplanung oder weitergehende betriebswirtschaftliche Berechnungen zu nutzen, wäre ein Export nach Excel sehr hilf­reich. Dieser ist in Planung. Fast fertig, aber beim Redaktionsschluss noch nicht freige­geben ist eine mobile App für die Schlagkar­tei, um auch auf dem Feld zu buchen.

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