Langsames Internet auf dem Land

Tipps und Alternativen für schnelles Internet

langsames internet auf dem Land

Ist Deine Internetverbindung zu langsam? Kannst Du Dir bei einer Überweisung gemütlich noch einen Kaffee holen oder das Büro aufräumen? Wir haben einige Möglichkeiten herausgesucht wie Du Deine Internetgeschwindigkeit überprüfst und was Dir als Alternative zur Verfügung steht.

Geschwindigkeit überprüfen

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Bevor wir uns an die Alternativen machen, solltest Du zuerst Deinen bestehenden Anschluss überprüfen. Falls Dir die Geschwindigkeit nicht schon bekannt ist, kannst Du auf der Internetseite der Bundesnetzagentur eine Breitbandmessung vornehmen. So kannst Du die tatsächliche Internetgeschwindigkeit herausfinden und schauen, ob die von Deinem Provider angegebene Geschwindigkeit eingehalten wird. Hierzu werden Dir am Anfang ein paar Informationen abverlangt, die die Genauigkeit des Tests begünstigen. Bitte lies Dir die Hinweistexte genau durch, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Ist Dein PC per W-Lan verbunden kann auch ein Kabel schon den gewünschten Erfolg bringen. Hat der Test ergeben, dass Dein Internet nicht die angegebene Geschwindigkeit erreicht, gibt es ein paar Möglichkeiten, die Du noch durchführen kannst. Als Erstes lösche bitte die Cookies in Deinem Browser. Das geht in der Regel in den Einstellungen. Weitere Informationen zu den verschiedenen Browsern findest Du in unserem Beitrag „Was ist der richtige Browser“. Dann müssen alle Treiber des Computers auf dem aktuellen Stand sein. Das geht in den Einstellungen Deines Betriebssystems. Auch ein Update des Betriebssystems oder falsche Einstellungen, von z. B. der Firewall oder dem Antivirenprogramm, können Deine Internetgeschwindigkeit ausbremsen. Bringen alle diese Maßnahmen keine Besserung, hilft nur noch der Anruf bei Deinem Internetanbieter.

Schnellere Alternativen

Was kannst Du tun, wenn das Internet trotzdem langsam ist? Häufig liegt die Ursache für langsames Internet auf dem Land nicht bei dem Nutzer, sondern an der Leitung. Hast Du alles überprüft und die gemessene Geschwindigkeit liegt bei dem angegebenen Wert Deines Anbieters, bleibt Dir nichts anderes übrig als nach Alternativen zu suchen. Bleiben wir zu Anfang bei der Anbieterwahl. Jeder Netz- und Internetanbieter hat auf seiner Homepage einen Verfügbarkeitscheck. So kannst Du vorab die mögliche Internetgeschwindigkeit an Deinem Standort überprüfen. Vielleicht ergibt sich daraus schon eine schnellere Anbindung an die Außenwelt. Manchmal lohnt sich der Blick auf andere Anbieter, schon alleine um die Preise zu vergleichen. Den Verfügbarkeitscheck der einzelnen Anbieter findest Du bei Telefonica, Telekom, 1&1und Vodafone. Um zu schauen, ob es noch andere Anbieter in Deiner Region gibt, kannst Du auch die verschiedenen Vergleichsportale nutzen.

Welcher Anschluss ist verfügbar?

Gibt es in Deiner Region keinen schnelleren DSL-Anschluss, bleibt Dir nur der Anschlusswechsel. Es gibt verschiedene Möglichkeiten Dir schnelleres Internet zu verschaffen. Über Kabel, LTE oder Satellit. Für welche Alternative Du Dich entscheidest, liegt natürlich auch an der Verfügbarkeit. Kabelanschlüsse sind eine gute Alternative, doch häufig im Außenbereich nicht anzufinden. Wer doch über einen verfügt, kann auch hierüber sein Internet beziehen. Oft sogar mit höheren Downloadgeschwindigkeiten als mit DSL und zum durchschnittlich gleichen Preis.

Internet via LTE

Kein Kabel? Kein DSL? Dann ist die häufigste alternative der Mobilfunkstandard LTE. LTE steht für „Long Term Evolution“ und sorgt, wo es Verfügbar ist, für schnelles mobiles Internet. Die Chancen stehen gut mit einem LTE-Router und dem passenden Tarif sein Internet zu beschleunigen. funkmast lte antennenmast land feld wieseMeistens etwas kostspieliger bieten sie aber eine sehr gute Alternative für die doch sehr langsamen Anschlüsse auf dem Land. Ist die Verfügbarkeit erst einmal gegeben, bietet LTE mit 500 Mbit/s sogar eine höhere Geschwindigkeit als ein herkömmlicher DSL-Anschluss. Angeboten wird die Variante von Vodafone, O2 Telefonica, Congstar und der Telekom. Oft mit Einschränkung des Datenvolumens worauf Du achten solltest. Die Telekom bietet dafür sogenannte Hybrid-Anschlüsse, wobei das langsame DSL mit dem schnellen LTE gekoppelt wird und das ohne Datenvolumen, also einer „echten“ Flatrate. Seit Mitte 2019 bietet auch O2 Telefonica mit dem O2 my Data Spot Unlimited Tarif eine „echte“ LTE-Flatrate an. Wer auf Vodafone oder Congstar setzen möchte, sollte auf das Datenvolumen achten. Bei Vodafone gibt es den Gigacube mit bis zu 250 GB Datenvolumen und bei Congstar den Homespot mit bis zu 200 GB Datenvolumen pro Monat. Wenn Du Dir einen Überblick über die Verfügbarkeit der einzelnen Anbieter machen möchtest, haben wir hier die passenden Links für Dich herausgesucht. Telekom Vodafone O2-Telefonica

Datenvolumen – wer braucht was?

Wieviel Datenvolumen benötigt wird, hängt von den Gewohnheiten ab. Wenn Du nur surfst, also mit einer Suchmaschine etwas suchst, mehrere Internetseitenaufrufe tätigst und Deine E-Mails abrufst, brauchst Du nur wenig Datenvolumen. Möchtest Du aber sämtliche Annehmlichkeiten wie Videos, Musik und Social Media nutzen, sollte die Datenmenge höher ausfallen. So können z. B. für den ersten Nutzertyp Tarife mit einem Datenvolumen von 10 bis 50 GB pro Monat völlig ausreichen. Für den zweiten Nutzertyp sollten es dann schon die 200 bis 250 GB pro Monat sein. Welcher Tarif da, der passende ist, kannst nur Du selbst herausfinden. Du solltest aber beachten, dass wenn das Datenvolumen aufgebraucht ist, es entweder sehr langsam oder durch zusätzliche Datenpakete sehr teuer werden kann.

Internet aus dem All per Satellit

Eine weitere Alternative ist das Internet über den Satelliten zu empfangen. Diese ist unabhängig vom Standort verfügbar und oft auch in DSL Geschwindigkeit möglich. Nachteil sind die Tarifpreise, die wesentlich höher liegen als bei einem irdischen Anschluss. Mit Bandbreiten von 22 Mbit/s aber für die gängigen Anwendungen völlig ausreichend. Ein weiteres Problem ist die Satelliteninternet weltall erde skydsltatsächlich nutzbare Bandbreite. Beworben werden wie bei allen Tarifen natürlich die maximal möglichen Datenraten. Bei der Verbindung über einen Satelliten spielt aber auch das Wetter und die Satellitenschüssel eine Rolle. Zudem ist die Kapazität eines Satelliten begrenzt, je mehr Nutzer gleichzeitig über den Satelliten surfen, desto langsamer wird das Internet. Anbieter für das Internet per Satellit gibt es nicht sehr viele. SkyDSL, Filiago und Orbitcom sind drei davon. Bei Satelliteninternet gilt es das Datenvolumen zu beachten. Oft steht das in den Bereichen Fair-Use-Policy. Die einzige Flatrate bietet SkyDSL, die auf eine Fair-Use-Policy verzichten. Das Internet per Satellit bietet somit eine Alternative für die, die weder DSL, Kabel oder LTE empfangen.

Fazit

Langsames Internet ist für die heutige Zeit ein echtes Problem. Der Glasfaserausbau zieht sich schleppend hin. Vielerorts sogar nur in Eigenregie durch die Landwirte selber. Die Anbieter versuchen die weißen Flecken des LTE langsam abzubauen, bevor der neue Mobilfunkstandard 5G Einzug hält. Doch gerade im ländlichen Bereich scheint es, als werden keine großen Anstrengungen unternommen. Es gibt allerdings ein paar Alternativmöglichkeiten, die Du bevor Du den Anschluss verlierst, ausprobieren kannst.

29. August 2019

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