Der Stoffstrombilanz einen Schritt voraus

Stoffstrombilanz einen Schritt voraus

Das digitale Agrarbüro top farmplan gibt es seit zwei Jahren, die darin integrierte Ackerschlagkartei seit einem Jahr. Welche Erfahrungen haben Praktiker damit gemacht? Wir haben uns auf einem Milchviehbetrieb im Süden umgehört.

Mit top farmplan hat der Landwirtschaftsverlag Ende 2016 eine Software fürs digitale Hofbüro vorgestellt. Ein Jahr später ergänzten die Entwickler dem System eine Ackerschlagkartei und die Hit-Meldungen. Die Funktionen sind in Zusammenarbeit mit Landwirten und Redakteuren von top agrar entstanden. Die Dokumentation ist recht einfach gehalten und konzentriert sich auf die gesetzlichen Anforderungen.

Aktenschrank war Kaufgrund

Nachdem die Ackerschlagkartei von top farmplan nun ein Jahr online ist, wollten wir wissen, wie das System bei den Praktikern ankommt. Dazu waren wir auf dem Betrieb von Alfred Rieger in der Oberpfalz nahe Regensburg. Der 56-jährige Landwirt bewirtschaftet dort mit seiner Familie einen Milchviehbetrieb mit 70 Kühen. Zu seiner Herde zählen Tiere der Rassen Holstein und Fleckvieh. Das Futter baut er auf ca. 70 ha an. Alfred Rieger nutzt top farmplan seit zwei Wirtschaftsjahren. Für ihn war das einfache Wiederauffinden von Dokumenten im digitalen Aktenschrank der Grund für den Einstieg. Am Anfang hat er zusammen mit seinem Sohn Martin die nötigen Daten ins System eingepflegt. Zum Scannen nutzt er einen All-in-One-Drucker. Mit dem Scanassistenten von top farmplan scannt Rieger seine Dokumente nun aber meist selber ein. Er möchte sich in Zukunft aber noch einen neuen Scanner zulegen, der auch beidseitig scannen kann. Mit dem Handy fotografiert er momentan noch keine Lieferscheine, da die Kameraqualität seines alten Smartphones nicht ausreicht. Der Landwirt wird das aber bald mit einem neuen Smartphone besonders für Lieferscheine nutzen.

Tags vereinfachen die Stoffstrombilanz

Die vorgeschlagene Ordnerstruktur von top farmplan hat Alfred Rieger übernommen und nur wenige eigene Unterordner hinzugefügt. „Es dauerte zwar ein bisschen, bis ich mich in die neue Struktur eingearbeitet hatte, aber jetzt klappt es gut“, sagt er. Häufig nutzt der Milchviehalter die Suchfunktion für Dokumente am Smartphone. So kann er z.B. schnell alte Preise nachschlagen, um sich mit Berufskollegen auszutauschen. Rieger sieht darin einen großen Vorteil der Cloud für die Datensammlung. Die Daten sind auf seinem Computer im Stall, im Hausbüro und auf allen Smartphones des Betriebes verfügbar.

Die Stoffstrombilanz stellte auch Alfred Rieger vor neue Herausforderungen. Seitdem nutzt er die sogenannten Tags. Damit kann er jedem Dokument einen oder mehrere Schlagwörter (wie z.B. Stoffstrombilanz) geben und trotzdem in einem anderen Ordner ablegen. Alle Dokumente mit dem gleichen Tag lassen sich anschließend gesammelt aufrufen. So hat der Landwirt sehr schnell alle nötigen Belege für die Bilanz „griffbereit“.

Die Ordnerfreigabe – also die Erlaubnis, dass Externe auf ausgewählte Daten zugreifen können, nutzt der Oberpfälzer eher selten. „Wenn mal ein Berater einige Zettel vergessen hat, kann ich sie ihm so aber noch schnell zur Verfügung stellen“, erklärt Rieger. Die Datev-Schnittstelle zum Beratungsunternehmen benötigt der Landwirt nicht. Das liegt aber an seiner Buchhaltungsstelle, die mit einem anderen Programm arbeitet und zudem noch die Papierform bevorzugt. Dafür muss Alfred Rieger sogar noch Rechnungen aus E-Mails ausdrucken. In top farmplan hingegen kann er diese einfach übernehmen.

Die eigene E-Mailadresse von top farmplan gibt Rieger nur an seine Geschäftspartner. Unnötige Spams hält er sich so aus seinem Farmmanagementsystem raus.

Stoffstrombilanz einen Schritt voraus

Alfred Rieger berichtet über seine Erfahrungen mit top farmplan

Für die regelmäßigen Tieran- und abmeldungen greift der Milchviehhalter auf die integrierte Meldefunktion für die Hit-Datenbank zurück. Er findet die Übersichtlichkeit hier besser als bei der originalen Seite. Zudem muss er sich in diesem Modul von top farmplan nicht immer wieder erneut anmelden – das spart Zeit.

Rieger stellt sich noch vor, dass ein hinterlegtes Medikamentenbuch für jedes Tier sinnvoll sein könnte. Er selber trägt die benötigten Medikamente aber in die Herdenmanagementsoftware von Lely ein. Diese nutzt er sowieso, da ein Melkroboter seine Kühe melkt.

Bevor top farmplan die Ackerschlagkartei vor einem Jahr online stellte, setzte der Landwirt eine festinstallierte Schlagkartei ein. Im letzten Jahr liefen dann beide Systeme parallel. Nun hat sich der Landwirt aber entschlossen, nur mit top farmplan weiterzumachen. „Der Vorteil von top farmplan ist, dass es überall auf allen Geräten verfügbar und sehr einfach zu bedienen ist“, begründet Rieger seine Entscheidung.

Hauptsächlich nutzen er und sein Sohn die Dokumentationsfunktion auf dem Smartphone direkt auf dem Acker um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Die beiden tragen über das Handy die Dünge- und Pflanzenschutzmaßnahmen sowie die Erträge ein. Eine Wirtschaftlichkeitsanalyse der Schläge benötigt der Unternehmer nicht. Ebenso fehlt ihm auch die Stoffstrombilanz oder die Düngebedarfsermittlung nicht. Diese erledigt er mit Programmen von der Landesanstalt für Landwirtschaft.

Alfred Rieger wünscht sich für top farmplan nur noch ein Tool zum Rechnungen schreiben. Dann wäre das Programm für ihn optimal.

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